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Umsatzbedingungen berechnen: das Wievielfache wovon?
Ein Umsatzfaktor ist keine Zahl, die man vergleichen kann. Er ist die eine Hälfte einer Multiplikation, deren andere Hälfte im Kleingedruckten steht. Wer beide Hälften hat, bekommt einen Betrag in Euro heraus, und erst der lässt sich gegen einen normalen Abend halten.
Zwei Angebote mit derselben Zahl im Text können doppelt so viel Arbeit bedeuten, weil sie die Zahl auf Verschiedenes anwenden. SlotMagie verlangt in den eigenen Bedingungen das Dreißigfache aus Einzahlung und Bonus. Löwen Play verlangt für den Neukundenbonus das Zwanzigfache, ebenfalls aus Einzahlung plus Bonus. Interwetten bindet seinen Sportwettenbonus dagegen an den fünffachen Umsatz des Einzahlungsbetrags, und der gutgeschriebene Bonus muss danach noch ein weiteres Mal gesetzt werden.
Rechne es einmal für fünfzig Euro Einzahlung und fünfzig Euro Bonus durch. Liegt die Basis auf Einzahlung plus Bonus, sind das hundert Euro, dreißigfach also dreitausend Euro Einsatzvolumen. Läge derselbe Faktor nur auf dem Bonus, wären es tausendfünfhundert. Gleiche Schlagzeile, halbe Arbeit.
Bei Interwetten steht ein zweiter Vorbehalt in den Bonusbestimmungen selbst: Das Angebot richtet sich an ausgewählte Kundengruppen, die der Anbieter definiert, und welche Bonushöhe für dich gilt, siehst du erst im Zahlungsbereich deines Kontos. Eine Rechnung mit der Werbezahl ist dort eine Rechnung mit einer Annahme.
Fast jede Sportwettenbedingung kennt eine Mindestquote. bet-at-home verlangt beim Willkommensbonus mit dem Code WELCOME100 das Sechsfache aus Einzahlung und Bonus bei einer Mindestquote von 1,70 je Wette. Tipwin verlangt das Siebenfache bei einer Mindestquote von 1,80. Wetten unterhalb dieser Grenze werden angenommen, zählen aber nicht mit, und auffallen tut das erst am Ende.
Dazu kommen die Ausschlüsse. Tickets mit angenommenem Cashout zählen bei beiden Anbietern nicht zur Umsetzung. Tipwin rechnet zusätzlich je Ticket höchstens hundert Euro an, womit ein Einsatz von zweihundert Euro auf einem Schein zur Hälfte verpufft, und verlangt, dass zum Auszahlungszeitpunkt alle Ereignisse beendet sind.
Und ein Haus kann zwei Faktoren gleichzeitig führen. bet-at-home betreibt neben dem Sportbonus ein eigenes Slotangebot mit dem Code FIRST und einer eigenen Anforderung. Wer die beiden verwechselt, rechnet mit einer Zahl, die zu einem anderen Produkt gehört.
Ein Umsatzbetrag ohne Uhr ist harmlos. Dieselben dreitausend Euro sind in sieben Tagen etwas anderes als in dreißig. SlotMagie setzt sieben Tage an, Löwen Play dreißig, bet-at-home sechzig für den Sportbonus. Teile den Umsatz durch die Tage, dann steht da, was pro Tag zu tun ist.
Dreitausend Euro in sieben Tagen sind gut vierhundertdreißig Euro am Tag. Bei den Einsatzgrößen, die ein deutsches Automatenspiel zulässt, sind das mehrere hundert einzelne Drehungen, jeden Tag, eine Woche lang. Bei dreißig Tagen Frist wird aus derselben Anforderung eine Nebenbeschäftigung von hundert Euro Volumen am Tag.
Der Vergleich, der trägt, ist deshalb weder der Faktor noch die Bonushöhe, sondern das Einsatzvolumen pro Tag. Es steht in Euro, du kannst es aussprechen, und du weißt sofort, ob du es willst.
Basis mal Faktor ergibt den Umsatz. Umsatz geteilt durch die Frist ergibt das Tagespensum. Alles andere in den Bedingungen verschiebt nur noch, wie viel davon überhaupt angerechnet wird.
Zwei Posten stehen dabei gern außerhalb dieser Rechnung. Freispielgewinne haben oft eine eigene Anforderung: Bei Löwen Play müssen sie getrennt vom Einzahlungsbonus das Fünfunddreißigfache erreichen. Und bei mehreren Anbietern muss die qualifizierende Einzahlung selbst vor einer Auszahlung einmal umgesetzt sein, unabhängig davon, was der Bonus verlangt.
Was am Ende zählt, ist nicht, ob du den Umsatz theoretisch schaffst. Es ist, ob du ihn schaffen wolltest, bevor du die Zahl gesehen hast.