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Was ein Bonus nach dem Umsatz noch wert ist
Die Schlagzeile eines Bonus ist ein Bruttobetrag. Zwischen ihr und deinem Konto liegt eine Umsatzanforderung, die den größten Teil davon aufbraucht. Hier steht, wie wir aus beidem eine einzige Zahl machen und welche Annahmen darin stecken.
Die naheliegende Methode zieht die Kosten des Umsatzes einmal vom Bruttobetrag ab: Bonus minus Bonus mal Faktor mal Hausvorteil. Das ist eine gerade Linie, und gerade Linien hören nicht bei null auf. Bei einem angenommenen Hausvorteil von vier Prozent steht das Ergebnis genau beim Faktor fünfundzwanzig auf null und wird darüber negativ.
Negativ kann ein Bonus aber nicht sein. Du kannst ihn ablehnen. Damit ist null die Untergrenze jedes ehrlichen Modells, und jede Seite, die dir einen Bonus mit einem Minuszeichen vorrechnet, zeigt dir einen Modellfehler und keine Eigenschaft des Angebots.
Wir haben genau diesen Fehler selbst gemacht und ihn ersetzt. Deshalb steht das hier und nicht nur im Kleingedruckten der Methodenseite.
Ein Bonusguthaben wird nicht einmal ausgegeben, sondern immer wieder eingesetzt. Du setzt es, die Marge nimmt sich ihren Anteil, du setzt den Rest, und so weiter, bis die Anforderung erfüllt ist. Übrig bleibt der Anteil eins minus Hausvorteil, hoch dem Umsatzfaktor. Die Kurve fällt steil und erreicht die Null nie ganz.
Mit einem angenommenen Hausvorteil von vier Prozent und hundert Euro Bonus sieht das so aus: Beim Faktor eins bleiben rund sechsundneunzig Euro, beim Faktor sechs rund achtundsiebzig, beim Faktor zwanzig rund vierundvierzig, beim Faktor dreißig rund neunundzwanzig. Zwischen den beiden letzten Zeilen liegt derselbe Werbesatz und ein Unterschied von fünfzehn Euro.
Das erklärt auch, warum ein kleineres Angebot ein größeres schlagen kann. Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis hundert Euro in Freiwetten, die Freiwetten selbst tragen laut Anbieter keine Umsatzbedingung, und umzusetzen ist nur die eigene Einzahlung, einmal, bei einer Mindestquote von 1,05. Am oberen Ende der Kurve ist das der teuerste Platz, den ein Anbieter kaufen kann.
Der Hausvorteil von vier Prozent ist unsere Annahme, kein gemessener Wert für ein bestimmtes Spiel. Wo ein Anbieter die durchschnittliche Auszahlungsquote am Spiel selbst ausweist, und § 22a Abs. 3 GlüStV verlangt genau das an der Stelle, an der du den Einsatz tätigst, kannst du unsere Annahme durch die echte Zahl ersetzen und die Rechnung noch einmal führen.
Ein Freispiel bewerten wir mit fünfundzwanzig Cent. Auch das ist eine Setzung und keine Messung, und sie wandert genauso in den Echtwert wie der Bargeldteil.
Nicht enthalten ist deine eigene Einzahlung. Sie war schon dein Geld, bevor der Bonus kam, und ein Modell, das sie mitzählt, verkauft dir deine eigenen fünfzig Euro als Gewinn.
Er sortiert Angebote. Er sagt nichts über deinen Abend. Ein Erwartungswert ist ein Mittel über sehr viele Versuche, und du hast einen.
Zwei Angebote mit gleichem Echtwert können außerdem verschieden schwer erreichbar sein, weil die Frist verschieden lang ist. Und ganz oben schneidet oft eine Auszahlungsgrenze ab: Löwen Play deckelt die Auszahlung aus dem Einzahlungsbonus bei dreihundert Euro und die aus den Freispielen getrennt davon bei hundert Euro. Zwei Grenzen, die man nicht addieren darf.
Der Echtwert ist damit ein Sortierkriterium, kein Versprechen. Er beantwortet die Frage, welches Angebot günstiger ist, und ausdrücklich nicht die Frage, ob du eines annehmen solltest.